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Ein Stück von Ostberlin zu sehen Drucken E-Mail
Dienstag, 27. Januar 2009

Ostberlin auf dem Wandbild

Immer weiter ins Detail muss der Künstler Helmut Kissel bei dem Gemälde in der Friedenskirche gehen. Dies führt teilweise zu "Problemen". Da der Künstler die Änderungen nahe an der Wand vornimmt, weiß er nicht exakt, wie diese Änderungen von Weitem wirken. Daher muss er immer wieder vom Gerüst absteigen, den langen Weg durch die Kirche nach hinten schreiten und von unterschiedlichen Positionen die Wirkung begutachten.

Durch ein "Nach-Hinten-Schreiten" kann Kissel zwar die Wirkung sehen, doch wo speziell Veränderungen vorgenommen werden müssen, um eine "Störung" auszubessern, ist von der Ferne dann wiederum nur schwer auszumachen. Für diesen Fall behilft sich der Künstler mit einem Fernglas, um die Linien auszuspähen, die eine "Störung" hervorrufen. 

Ein kurzer Ausflug in die Technik der Wandmalerei von Helmut Kissel hier in der Friedenskirche:

Diese Art von Wandmalerei wird in der Kunstgeschichte als "Seccomalerei" (oder Trockenmalerei) bezeichnet. Die Seccomalerei steht für eine Wandmalerei auf trockenem Mauerwerk. Die vermutlich berühmteste Seccomalerei ist Leonardo da Vincis "Das letzte Abendmahl" (befindet sich in der Santa Maria delle Grazie in Mailand und ist in den Jahren 1494 bis 1498 entstanden - mehr Informationen dazu auf der offiziellen Webseite der Kirche: Leonardo's Last Supper).

Im Gegesatz dazu steht das "Fresko". Dabei wird die Farbe auf den frischen noch feuchten Putz aufgetragen, wodurch sich die Farbpigmente mit dem Putz vermengen.

Schauen Sie sich die Seccomalerei vor Ort an - ohne bis nach Mailand fahren zu müssen - und kommen Sie in die Friedenskirche, Bismarckstraße 40, 10627 Berlin.

 
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