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Gestern skizziert - heute im Wandbild |
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Freitag, 23. Januar 2009 |
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Nachdem Helmut Kissel gestern den ganzen Tag diverse Objekte (siehe Skizzen für das Wandbild Berlin)im Freien skizziert hat, wurden die Motive heute im Wandbild realisiert. Das bedeutet also, Kissel sitzt oben im Gerüst und arbeitet die skizzierten Gebäude hervor. Dieses Mal handelt es sich um Darstellungen aus Ostberlin. Ergo: der Künster befindet sich auf der rechten Seite/Ostseite der Chor-Apsis (die 111-jährige Kirche ist genordet und nicht wie die meisten Kirchenbauten geostet) meist im ersten oder zweiten "Stockwerk" des Gerüsts. Apropos Gerüst: Besonderer Dank gilt der Firma Dogan Gerüstbau GmbH (www.dogan-geruestbau.de ), die das Gerüst für die Erstellung des Wandbildes kostenlos (!) zur Verfügung stellt und aufgebaut hat. Respekt und besten Dank! Die zweite Woche ist nun bald vorbei. Der Künstler, der in diesem Jahr noch 80 Jahre alt wird, malt nun bereits elf Tage konstant durch (mit Ausnahme von letztem Sonntag). Unten sehen Sie, wie Kissel an der Kulturbrauerei, dem ehemaligen Schultheiss, arbeitet. Weitere Fotos dazu sind hinterlegt und in der Bildergalerie zu finden: 100 qm Wandbild Friedenskirche/Berlin (25 Bilder) |
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Skizzen für das Wandbild Berlin |
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Donnerstag, 22. Januar 2009 |
 Soeben wurde aus Berlin berichtet, dass gestern wieder ein Fernseh-Team da war. Dieses mal vom Evangeliumsrundfunk ( www.erf.de ). Gesendet wird die Reportage deutschlandweit voraussichtlich im März 2009. Sobald ein konkreter Termin bekannt ist, wird dieser hier veröffentlicht. Heute war der Künstler wieder beim "Berliner-Objekte-Einfangen" mit Tuschefeder und Skizzenblock unterwegs. Das Gebiet war dieses Mal der Prenzlauer Berg. Folgende Objekte sollen hier kurz hervor gehoben werden: - Erst wurde eine Hinterhof-Synagoge aufgesucht. Leider durfte Kissel nicht in den Hof. Doch der Maler wusste sich zu helfen - das Nebenhaus ermöglichte den Einblick.
- Der bekannte Wasserturm im Prenzelberg war Pflicht für Kissel. Nachdem er bereits den Mannheimer Wasserturm mehrmals in Öl malte, durfte der Wasserturm im Prenzlauer Berg nicht fehlen.
- Die Kulturbrauerei - ehemalig Schultheiss - stand ebenfalls auf der Liste der Skizzen-Pflicht-Objekte. Die Kulturbrauerei ist eine kulturelle Top-Location (www.kulturbrauerei-berlin.de ) im Bereich Musik. Das Gebäude selbst steht unter Denkmalschutz.
- Fehlen durfte auch keinesfalls die Gethsemanekirche. Diese Kirche war bereits lange vor der Wende ein Kristallisationsort des Widerstands. Die Gemeinde war schon früh politisch offen und interessiert. Interessante Informationen dazu gibt es auf einer Seite der Bundeszentrale für politische Bildung in Zusammenarbeit mit der Robert-Havemann-Gesellschaft e.V.: www.jugendopposition.de
- Die Zionskirche wurde ebenso für das Wandbild skizziert. Dort trat - damals noch DDR - im Jahre 1987 die West-Band "Element of Crime" gemeinsam mit der Ostberliner-Band "Die Firma" auf. Während dem Punk-Konzert wurde die Zionskirche von Neonazis gestürmt. "Einige Dutzend Ost-Berliner Neonazis überfielen das Konzert und prügelten wahllos auf Besucher und Passanten ein - die Polizei blieb tatenlos." (Quelle: Die Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik, Link zum Artikel).
Fehlt Ihnen ein signifikantes Gebäude/Objekt/Skulptur? Teilen Sie dies dem Künstler mit. Falls noch Platz vorhanden, wird es auf dem Wandbild der Friedenskirche ( www.die-friedenskirche.de ) erscheinen. |
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Immer mehr Berliner Motive treten hervor |
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Mittwoch, 21. Januar 2009 |
 Jetzt geht es langsam an die "Feinheiten". Der Künstler Helmut Kissel modelliert nun immer häufiger Berliner Ansichten (hauptsächlich Gebäude) aus den Farbflächen des Wandbildes in der Friedenskirche heraus. Ist das so einfach? Ein Künstler aus Bad Tölz kommt kurzerhand nach Berlin gefahren und malt ein rießiges Wandbild mit Berliner Motiven in eine Kirche. Nein, so simpel ist das nicht! Der nahezu 80jährige Kissel beschäftigt sich schon seit seinem Studium im Jahre 1950 bis 1957 an der Humbolt-Universtät mit der Stadt Berlin. In zahlreichen Skizzen, Aquarellen und Ölbildern hat Helmut Kissel die Stadt seit damals bis heute porträtiert.
Auch als der Künstler nicht mehr in Berlin wohnte, besuchte er über die Jahre regelmäßig Freunde dort bzw. nach Ausbildungsbeginn seines Sohnes Hendrik kam er diesen immer wieder besuchen. Dabei entstanden regelmäßig weitere Stadtansichten von Berlin. Mit ca. 60 Ölbildern (neben etlichen Skizzen und Aquarellen) hat Helmut Kissel die Stadt erfasst. Ein Teil dieser Werke wurde 1998 in der Baptistenkirche Wedding ( Foto der Vernissage ) unter dem Motto "Stadtlandschaften" ausgestellt. Berlin Kurfürstendamm, 1957 Dort entstand auch das erste Wandbild des Künstlers in Berlin. Eine Fläche von ca. 120 qm wurde mit zumeist Weddinger Motiven bemalt ( zu den Fotos der Entstehung). Die o. g. Informationen machen deutlich, dass sich Kissel seit über 50 Jahren mit der Stadt Berlin befasst und somit in der Darstellung von Berliner Motiven routiniert ist. Wie in nahezu jedem Beitrag hier, soll nochmals darauf hingewiesen werden, dass Sie herzlich eingeladen sind, dem Künstler beim Arbeiten zuzusehen. Es braucht dafür keine vorherige Anmeldung.
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